Tischlerei Sieberer

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Tischlerei Sieberer
5541 Altenmarkt
Untere Marktstraße 11
Tel.: 06452/7334
Fax.: 06452/ 7334-4

E-Mail

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tischlerei Sieberer
5541 Altenmarkt
Untere Marktstraße 11
Tel.: 06452/7334
Fax.: 06452/ 7334-4

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Erzählung vom "Senior Chef" Tischlermeister Adam Sieberer:

„Um 1860 hat mein Urgroßvater, Georg Sieberer, das so genannte Tischlerhaus in Altenmarkt Nr. 52 gekauft und hier die Tischlerei betrieben. Doch schon die Vorbesitzer namens Dorfer übten das Tischlerhandwerk aus, wie aus alten Urkunden um 1780 ersichtlich ist. Seit über 130 Jahren werden das Haus und die Tischlerei in der Familie weitergegeben.

Wie ich aus Erzählungen, aber auch aus der Erinnerung der frühesten Kindheit weiß, gab es bis zum Anfang der 30-er Jahre dieses Jahrhunderts in unserem Tischlereibetrieb keine Maschinen, alles wurde noch händisch erzeugt. Es gab nur die Handsäge, den Handhobel in verschiedenen Größen und mit verschiedenen Profilen, Hammer und Beißzange, Schraub- und Leimzwingen, letztere aber nur aus Holz. Verleimt wurden alle Möbel mit Knochenleim, der in einem Wasserbad auf dem Werkstättenofen erhitzt wurde. Erst nach 1930 wurden eine Bandsäge und eine Hobelmaschine gekauft, die beide über eine Transmission mit einem Benzinmotor betrieben wurden. Das war die erste maschinelle Einrichtung unseres Tischlereibetriebes.

Die Bau- und Möbeltischlerei wurde nur über Auftrag betrieben, das heißt, dass nie auf Lager erzeugt, sondern jedes Stück nach Wunsch des Auftraggebers gemacht wurde. Die Tischler gingen auch zu den Bauern auf die Stör. Der Großteil der Bauern hatte von Bäumen aus dem Eigenwald oder aus dem Servitutsholz entweder im Sägewerk Bretter schneiden lassen oder sich selbst mit der so genannten ,Gurgelsäge’, einem Zweimannsägewerk, Bretter geschnitten und diese oft jahrelang im Wirtschaftsgebäude trocken gelagert. Daraus erzeugte dann der Störtischler die gewünschten Möbel. Unter anderem wurden auch auf dem Hof nach Bedarf und nach Abmaß des Verstorbenen Särge in Störarbeit erzeugt. Hatte der Bauer kein Lager an trockenen Brettern, wurde der Auftrag in der Tischlerwerkstätte erfüllt. Die Arbeitszeit spielte damals noch keine große Rolle, es wurde daher besonders auf eine entsprechende Ausschmückung der handerzeugten Möbel Wert gelegt. Auf den Truhen und Kästen wurden zahlreiche Verzierungen angebraucht und auf Wunsch auch Geheimfächer eingebaut, um darinnen Wertsachen und wichtige Urkunden verstecken zu können

1955 brannte das alte Tischlerhaus samt schönen alten Möbeln und einer wertvollen Weihnachtskrippe ab.

Bis ca. 1920 war in Altenmarkt nur ein Tischler als geprüfter Meister, also unser Betrieb, tätig. Anfang der 30-er Jahre, nach Anschaffung der ersten Maschinen, hat sich die Störarbeit aufgehört und die Möbel und Bautischlersachen wurden nur mehr in der Werkstätte erzeugt. Die fertigen Erzeugnisse (Möbel, Fenster, Türen u. dgl.) wurden dann mit dem eigenen Pferd den Käufern zugestellt. Unser Kundenkreis reichte bis St.Martin, Pöham, Wargrain, Kleinarl, Flachau und Untertauern.

Die kurze Zeit des wirtschaftlichen Aufschwunges nach dem Anschluß an Deutschland wurde bereits nach einem Jahr durch den Krieg abgebrochen. Im Krieg, 1939 bis 1945, gab es zwar genügend Aufträge, doch Möbel konnten nur über Bezugsscheine hergestellt werden. Jeder Nagel, jeder Beschlag, jedes Stück Holz war bewirtschaftet, und die Bezugsscheine waren streng und genau mit dem Landratsamt zu verrechnen.

Nach dem Kriegsende dauerte es einige Jahre bis wieder halbwegs normale Verhältnisse eintraten. Etwa ab 1948 begann der Wiederaufbau, das Handwerk nahm einen großen Aufschwung, was zur Neueröffnung einiger Tischlereibetriebe führte. Der in den 60-er Jahren verstärkt einsetzende Fremdenverkehr, der Altenmarkt zum Fremdenverkehrszentrum des Ennspongaues machte, hat die Zahl der Tischlereibetriebe in Altenmarkt auf sieben erhöht.

Die letzten Jahrzehnte brachten eine gewaltige Verbesserung des Maschinenbestandes, die Verwendung verschiedener neuer Materialien, besonders die Verwendung von Faserplatten, dünnen Furnieren und von Kunststoffen."

1974 übersiedelte die Tischlerei Sieberer in eine neu erbaute Halle in die Zauchenseestraße.
Dort entstanden im laufe der Zeit viele tausende Fenster, Türen und Möbelstücke.

Durch die steigende Anpassungsfähigkeit und Individualität der heutigen Industrie, die mit ihren großen aufwendigen Maschinen und durch Produktionen im Ausland viel günstigere Erzeugnisse liefern kann, übersiedelten wir im Mai 2006 wieder zurück zum alten Standort ins "Tischlerhaus" in der Unteren Marktstrasse 11. Eingestellt auf unser modernes Zeitalter für den Handel und die Montage von fertigen Produkten aber doch mit der Gewissheit in unserer Werkstätte selbstverständlich noch alles selbst herstellen zu können.

 

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